Verdammt erfolgreich!

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Der Megastaudamm São-Luiz-do-Tapajós im Herzen des brasilianischen Amazonasgebietes kommt nicht. Ein Riesenerfolg für den Schutz des Regenwaldes – und für die Heimat der Munduruku. Der São-Luiz-do-Tapajós-Staudamm im Herzen des Amazonas-Regenwaldes wird nicht gebaut. Das hat die brasilianische Umweltbehörde bekannt gegeben.

Ein künstlicher Stausee der doppelt so groß ist wie Dresden - mitten im Herzen des Amazonas-Regenwaldes? Das war der Plan der brasilianischen Regierung. Damit ist das Herz des Amazonas bedroht. Ein neues Staudamm-Projekt mit über 40 Dämmen könnte große Teile um den Tapajós-Fluss fluten und dabei die Heimat der indigenen Völker und seltener Tierarten zerstören. Das Tapajós-Tal zählt zu den artenreichsten Regionen der Erde und ist nicht nur die Heimat der Munduruku, sondern auch Lebensraum von Jaguar, Flussdelfin und Seekuh sowie seltenen Fisch- und Vogelarten.

Weltweiter Protest erfolgreich

Um die Munduruku zu unterstützen, protestierten zudem Greenpeace-Ehrenamtliche weltweit gegen das verantwortungslose Mammutprojekt im brasilianischen Regenwald. Auch wir haben dagegen mit einer "Siemens-Baustelle" vor der Scheune und am Jorge-Gomondai-Platz protestiert. Die Proteste richteten sich vor allem gegen die Firma Siemens, da deren Tochterunternehmen Voith Hydro Bauteile für den Staudamm zuliefern wollte. Eine Stellungnahme des Unternehmens, ob es sich an künftigen Dammbau-Projekten beteiligen wird, blieb bisher aus.

Es ist noch nicht vorbei

Noch ist der Kampf nicht beendet. Die brasilianische Regierung plant den Bau weiterer Wasserkraftwerke am Tapajós;  über 40 große Staudämme mit mehr als 30 Gigawatt maximaler Leistung sollen dort entstehen. Vier von ihnen haben für die brasilianische Regierung eine besonders hohe Priorität.

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